DDQ
Due-Diligence-Fragebogen
Ein DDQ, ein Due-Diligence-Fragebogen, ist ein Prüfraster, das ein Investor, ein Erwerber oder ein institutioneller Kunde vor einer Verpflichtung versendet. Er umfasst Governance, Finanzen, Compliance, operative Risiken und Auftragsverarbeitung, und jede Antwort muss auf einem überprüfbaren Beleg beruhen.
Was ihn von einem Kundenfragebogen unterscheidet: Der Leser will weniger kaufen als ein Risiko bewerten, und er wird Ihre Antworten mit Ihren Abschlüssen und Verträgen abgleichen. Ein Widerspruch zwischen zwei Antworten ist kein Versehen, sondern für ihn ein Warnsignal.
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Sicherheitsfragebogen
Lieferantenbewertung, Informationssicherheit
Ein Sicherheitsfragebogen ist ein Fragenraster, das ein Kunde, ein Versicherer oder eine Aufsichtsbehörde versendet, um das Informationssicherheitsniveau eines Lieferanten zu prüfen. Er betrifft Governance, Zugriffe, Verschlüsselung, Auftragsverarbeitung, Kontinuität und Vorfallsmanagement.
Jede Antwort muss auf einem internen Dokument beruhen, einer Richtlinie, einem Verfahren, einem Prüfbericht, nicht auf einer Absicht. Das macht die Übung teuer, und genau das macht sie automatisierbar, sobald die Dokumente indexiert und versioniert sind.
Automatiser les questionnaires de sécurité →
Technisches Angebot
Bewertetes Angebotsdokument
Das technische Angebot ist das Schriftstück, mit dem ein Bieter darlegt, wie er die Leistung erbringen wird. Es wird nach den Kriterien der Vergabeunterlagen bewertet und wird mit der Zuschlagserteilung Vertragsbestandteil.
Praktische Folge: Was darin steht, bindet das Unternehmen für die gesamte Vertragslaufzeit. Ein allgemeiner Satz kostet Punkte; ein zu großzügiger Satz schafft eine Leistungspflicht, die niemand kalkuliert hat.
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RFI, RFP, RFQ
Die drei Anfragen der privaten Beschaffung
Ein RFI (request for information) sammelt Marktinformationen, ein RFP (request for proposal) verlangt ein ausführliches Angebot mit Methode und Preis, ein RFQ (request for quotation) fragt nur einen Preis zu einem bereits spezifizierten Bedarf ab. Alle drei folgen häufig innerhalb derselben Beschaffung aufeinander.
Der häufige Fehler besteht darin, ein RFI als Formalität zu behandeln: Was Sie dort schreiben, wird beim RFP erneut gelesen und mitunter entgegengehalten. Die Kohärenz zwischen den drei Dokumenten entsteht in einem Bestand, nicht im Gedächtnis eines Vertriebsmitarbeiters.
Répondre aux RFP privés →
Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen
Die Vergabeunterlagen sind die Gesamtheit der Dokumente, die ein öffentlicher Auftraggeber den Bietern eines Verfahrens übergibt. Dazu gehören insbesondere die Verfahrensbedingungen, die technischen und die verwaltungsrechtlichen Vertragsbedingungen, die Preisblätter und die auszufüllenden Antwortvorlagen.
Die Anforderungen stehen nie an einer Stelle: Sie verteilen sich über die Verfahrensbedingungen sowie die technischen und verwaltungsrechtlichen Vertragsbedingungen. Eine übersehene Anforderung kann das Angebot unwirksam machen, unabhängig von der Qualität der übrigen Unterlagen.
Répondre aux marchés publics →
Dokumentarische Lückenanalyse
Analyse der fehlenden Nachweise
Eine dokumentarische Lückenanalyse vergleicht die von einem Kunden oder Prüfer gestellten Fragen mit den tatsächlich vorhandenen Dokumenten und benennt die fehlenden Nachweise. Sie ergibt eine Liste zu erstellender Dokumente, geordnet nach dem Risiko, das ihr Fehlen erzeugt.
Sie unterscheidet sich von einem Compliance-Audit: Sie bewertet nicht die Praxis, sie stellt das Fehlen schriftlicher Spuren fest. Viele Unternehmen tun gut, was sie nicht belegen können, und genau das bringt die Übung ans Licht.
Quand un document manque →
Belastbare Antwort
Der zentrale Begriff
Eine belastbare Antwort ist eine Antwort, die ihr Urheber gegenüber einem Dritten verteidigen kann: Sie nennt Dokument, Seite und Version, die sie belegen, trägt einen Vertrauensscore und wurde von einer namentlich genannten Person zu einem bekannten Datum freigegeben. Sie lässt sich später erneut abspielen, um nachzuvollziehen, wie sie entstanden ist.
Das ist die Grenze zwischen einem Entwurf und einer Verpflichtung. Ein plausibler Text ohne Quelle und ohne Freigebenden mag intern taugen; er übersteht weder eine Rückfrage noch ein Audit noch einen Rechtsstreit.
Die Anatomie einer belastbaren Antwort →
Vertrauensscore
Von 0 bis 100
Ein Vertrauensscore ist eine Bewertung von 0 bis 100 für eine erzeugte Antwort, die misst, wie belastbar ihre dokumentarische Grundlage ist. Er steigt, wenn die Quelle aktuell, präzise und eindeutig ist; er sinkt, wenn die Quelle veraltet, mittelbar oder nicht vorhanden ist.
Sein Zweck ist nicht Beruhigung, sondern die Steuerung der menschlichen Prüfung: Zuerst werden die niedrigen Scores gelesen. Ein System, das nie zweifelt, lässt sich nicht auditieren.
Was einen Score steigen oder sinken lässt →